Kaum ist der letzte Schnee dahingeschmolzen, schon klingelt unser Telefon mit den ersten Wildtier-Notfällen. Eine Freigänger-Katze hat einen jungen Feldhasen mit nach Hause gebracht. Da die Halterin der Katze nicht wusste, wohin mit dem Jungtier, und dieses augenscheinlich auch unverletzt war, brachte sie den jungen Hasen ins Tierschutzzentrum Weidefeld.
Leider zeigte sich bei uns , dass das Tier schwere Bissverletzungen hatte und schließlich beim Tierarzt seinen Verletzungen erlag.
Bei Bissvorfällen durch Hunde oder Katzen ist es extrem wichtig, verschleppte Wildtiere schnellstmöglich von einem Tierarzt auf Verletzungen untersuchen zu lassen, auch wenn sie zunächst unscheinbar bzw. unverletzt wirken. Denn gerade innere Verletzungen bleiben äußerlich oft unerkannt und können innerhalb kürzester Zeit zum Tod führen.
Da wir im Tierschutzzentrum keine angestellten Tierärzte haben, kostet der Umweg zu uns kostbare Zeit. Der direkte Gang zum Tierarzt (nach telefonischer Voranmeldung!) ist bei Bissverletzungen unerlässlich, erspart unnötiges Leiden und rettet im besten Fall ein Tierleben.


