Der hübsche Mischling Finn wurde 2018 geboren und kam im Juni 2022 in das Weidefelder Hundeprojekt. Ursprünglich stammt der Rüde aus der Türkei und ist gegenüber Menschen sehr misstrauisch. In seinem ersten Zuhause in Deutschland – einem Privathaushalt – ist Finn leider die Nachbarn angegangen. Die Halter gaben ihn daraufhin in ein Tierheim ab. Leider kam es auch hier zu mehreren Beißvorfällen, so dass er schließlich zu uns ins Tierschutzzentrum Weidefeld umzog.
Finn leidet unter der Infektionskrankheit Leishmaniose, eine Krankheit, mit der sich viele Straßenhunde infizieren. Die Krankheit und ihre Symptome spielen sicherlich auch eine Rolle für sein an manchen Tagen besonders „unwirsches“ Verhalten. Hinzu kommt bei Finn noch die Importhunde-Problematik: Aus dem Ausland importierte Hunde kommen oftmals nicht mit den Gegebenheiten in Deutschland zurecht. Dies kann zu massiven Problemen für Tier und Mensch führen und könnte eine Erklärung für zum Beispiel Angstattacken sein.
In Weidefeld kümmern sich die Tierpflegerinnen und Tierpfleger geduldig und liebevoll um Finn und machen Clickertraining mit ihm. So arbeiten sie daran, sein Vertrauen in Menschen langsam wieder aufzubauen. Erste Erfolge haben sich schon eingestellt: Der hübsche Rüde lässt sich den Maulkorb anlegen, anleinen und von mehreren Tierpflegerinnen und Tierpflegern führen. Er ist verspielt und mag sehr gerne spazieren gehen. Ist er aber anderer Meinung als seine Bezugsperson oder gibt es eine Ressource, die er für sich beansprucht, zum Beispiel Futter, reagiert er mit Aggressionsverhalten. Auch fremde Menschen möchte er auf Abstand halten. An diesen Problemen wird derzeit bei uns gearbeitet. Wir sind sicher, dass er mit gutem Training weitere Fortschritte machen wird.


