Im Tierschutzzentrum Weidefeld wurde ein Igel abgegeben, der in der Nacht zuvor von einem Mähroboter erfasst und schwer verletzt wurde. Der Igel wurde tagsüber auf einer Auffahrt in einem Wohngebiet gefunden, wo er trotz seiner Verletzung umherlief. Die Finder waren erstaunt, dass der Igel überhaupt noch auf den Beinen war und einen ordentlichen Appetit zeigte.
In der Igelstation des Tierschutzzentrums viel sofort der stark eitrige Geruch auf, die Wunde war bereits entzündet. Bei der Eingangsuntersuchung krochen dicke Maden aus der Wunde. Leider musste das Tier auf tierärztliche Indikation hin schließlich euthanasiert werden - zu schwer waren die inneren Verletzungen.
Dieser Fall zeigt wieder einmal, wie unfassbar zäh Igel sind und dass sie sich trotz Hunger, Verletzungen oder sonstigen Leiden immer noch bewegen. Daher sind geschwächte Igel immer ein Alarmzeichen, möglichst schnell zu handeln und den Tieren zu helfen.
Der Vorfall zeigt aber leider auch, dass Igel nicht nur Opfer des Klimawandelns, sondern auch der Entfremdung des Menschen von der Natur sind: Ein regelmäßig kurz geschnittener Rasen mag zwar den ästhetischen Ansprüchen vieler Hausbesitzer genügen, ist für heimische Wildtiere und Insekten jedoch nutzlos oder schadet ihnen teils sogar.


