Neues Schildkrötenhaus geht in Betrieb

Neues Schildkrötenhaus im Tierschutzzentrum Weidefeld.

Ende letzten Jahres hatten wir drei sehr groß werdende Landschildkröten mit Herpesinfektion in die Obhut des Tierschutzzentrums übernommen, eine Möglichkeit zur dauerhaften Haltung hatten wir bisher jedoch noch nicht. Deshalb haben wir in den vergangenen Monaten dank der Mittel aus einer zweckgebundenen Stiftung ein neues Schildkrötenhaus gebaut. Anfang Juli konnte die neue Anlage mit Anschluss an ein großzügiges Freigehege nun in Betrieb genommen werden.

Die beiden Pantherschildkröten "Elvis" und "Lulu" sowie die Strahlenschildkröte "Spencer" sind direkt nach Fertigstellung des neues Hauses aus der Quarantäne in die Freianlage umgezogen und haben sich sofort begierig auf das frische Grün gestürzt. Neben dem reichhaltigen Futterangebot begeistert die Tiere offenbar auch, dass sie nun viel größere Strecken zurücklegen und dabei auch das natürliche Sonnenlicht genießen können - fast täglich, wenn am frühen Morgen die Tür des Hauses geöffnet wird, marschieren vor allem Elvis und Spencer sofort zielstrebig nach draußen, um im dichten Unterholz ihre Runden zu drehen. An verregneten Tagen, wenn es für den Freigang draußen zu kühl ist, bleiben die drei Tiere in dem wohltemperierten Haus und erfreuen sich an der mediterranen Bepflanzung, die wir dort vor Bezug des Hauses für sie eingepflanzt haben.

Da die drei Schildkröten den Herpeserreger in sich tragen, dürften die Vermittlungschancen der Tiere nicht besonders hoch sein. Sollten sich erfahrene Halter*innen dennoch für sie interessieren, freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme.

Strahlenschildkröte 'Spencer' im Tierschutzzentrum Weidefeld.
Sachkunde, was ist das?

Besonders anspruchsvolle Tiere, die eine hohe Lebenserwartung haben, sehr groß werden oder im Laufe ihres Lebens hohe Versorgungskosten verursachen, sollten nicht von Jedermann unbedacht angeschafft und gehalten werden können. Aus Sicht des Deutschen Tierschutzbundes ist hierfür noch vor Erwerb der Tiere die Aneignung und der Nachweis der erforderlichen Sachkunde notwendig.

Als angehende Tierhalter*in sollte man sich gut darüber informieren, welche Bedürfnisse der künftige Pflegling hat, und ob man diese über die zu erwartende Lebensspanne auch tatsächlich erfüllen kann. Kann man dieses Fachwissen sowie eine gründlich vorbereitete Haltung nachweisen, klappt's auch mit dem Tierheimtier.

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