Papageien werden getestet

Graupapageien bei dem Versuch, Leckerlis aus einer Plexiglasröhre herauszuholen.

Eine Biologie-Studentin, die in den vergangenen drei Wochen ihr Praktikum im Tierschutzzentrum Weidefeld absolviert hat, hat im Rahmen einiger Verhaltensbeobachtungen die Intelligenz unserer Papageien untersucht. Dabei hat die angehende Akademikerin bereits gemachte Studien an unseren Tieren wiederholt und versucht, die Ergebnisse zu bestätigen.

Papageien sind bekannt dafür, dass sie über besonders gut ausgeprägte kognitive Fähigkeiten verfügen. So bewegen sich beispielsweise Aras laut Studien auf dem Niveau eines Kleinkinds und können somit auch komplexere Probleme lösen. Graupapageien sagt man nach, dass sie Futter mit Artgenossen teilen, obwohl sie selbst nichts davon haben, also das sogenannte altruistische Verhalten zeigen. Papageien sind damit auf einem vergleichbaren Niveau wie Delfine oder Primaten.

Die detaillierten Ergebnisse zu den Untersuchungen im Tierschutzzentrum stehen aktuell noch aus. Fest steht allerdings: Die Tiere hatten bei der Durchführung der Versuchsreihen einen Heidenspaß und haben sich über die zusätzliche Aufmerksamkeit, die anspruchsvolle Beschäftigung und die ganzen Leckerlis sehr gefreut. Und zumindest unser Dunkelroter Ara Scotty war bei der "Geduldsprobe" so ungeduldig, dass er reichlich Extraportionen eingesackt hat. Na dann: Mahlzeit, Scotty!

Ara Scotty wird im Tierschutzzentrum Weidefeld beschäftigt.
Beschäftigung muss sein

Ob Verhaltensstudien oder nicht - eine artgemäße und bedürfnisgerechte Beschäftigung ist bei Tieren in menschlicher Obhut immer wichtig. Gerade in räumlich beengten oder auch unstrukturierten Haltungen neigen Tiere zu Langeweile, bis hin zur Depression, und können dabei auch schwere Verhaltensstörungen entwickeln, durch die sie sich selbst schädigen.

Besonders wichtig ist daher eine möglichst naturnahe Haltung, bevorzugt auch im Außenbereich, wo schon allein die Witterung, die Natur und allerlei Geräusche eine willkommene Abwechslung sein können. Wo das allein nicht reicht, sind kreative Tierpfleger*innen oder Biologiestudent*innen gefragt, die den Tieren Beschäftigungsmöglichkeiten basteln.

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