Tierische Bewohner trotzen der Sommerhitze

Ein Hausschwein genießt die Suhle.

Vergangene Woche zog die erste größere Hitzewelle über Deutschland hinweg. Selbst bei uns im hohen Norden stieg das Quecksilber zeitweise auf bis zu 32°C. Bei der erhöhten Luftfeuchtigkeit, die wir hier haben, fast schon unerträglich - zumindest aber sehr ungewohnt. Auch ab der kommenden Woche soll es wieder ähnlich heiß werden, und während Meteorologen sich von einer Rekordmeldung zur nächsten hangeln, machen wir uns Gedanken, wie wir unseren Tieren diese Zeit erträglicher machen können.

Ein beliebter Aufenthaltsort vieler Großtiere bei uns sind dann vor allem in der Mittagszeit die alten Militärbunker. Für die Pferde, Schweine, Schafe und Ziegen stehen diese immer offen, so dass sie von dem kühl-feuchten Schattenplatz gerne Gebrauch machen. Unsere Weideflächen wirken in dieser Zeit dann geradezu gespenstisch verwaist. Nur unsere Hausschweine 'Wurzel' und 'Rübe' treiben sich dann noch draußen herum und liegen dösend in ihrer frisch aufgefüllten Schweinesuhle.

Bei den Bären ist strenge Siesta angesagt. Sie haben die Futtersuche auf die frühen Morgenstunden verschoben und verstecken sich über die Mittagszeit im schattigen Wald oder nehmen ein kühlendes Bad in einem der Teiche. Der Fellwechsel, der meist gegen Mitte bis Ende Juni einsetzt, ist ja nun auch fast geschafft. Und wenn das alles nichts bringt, dann hat unsere Bundesfreiwillige Merle für die Bären noch ein paar Eisbomben vorbereitet, die mit einem leckeren Mix aus Fleisch, Obst und Gemüse gefüllt sind. Das erfrischt garantiert!

Nur unseren Exoten macht das tropische Klima nichts aus. Sie fühlen sich dann endlich so richtig "pudelwohl" und bevölkern ihre Außenanlagen. Aber: Zu einer kleinen Eisbombe sagen unseren Affen Tommy, Chaplin und Co. trotzdem nicht Nein... ;)

 

Ein Braunbär genießt seinen Badeteich.
Hitzewelle: Was Sie tun können

Auch Ihr Haustier oder die Wildtiere in Ihrem Garten würden sich in den heißen und trockenen Sommermonaten über eine kleine Erfrischung freuen. 

Weder Hunde und Katzen noch Igel, Vögel oder Eichhörnchen können sich durch Schwitzen über die Haut abkühlen. Wenn natürliche Wasserstellen austrocknen, sind Wildtiere in akuter Lebensgefahr. Auch Haustiere brauchen ausreichend Wasser und kühle Schattenplätze.

Der Deutsche Tierschutzbund gibt Tipps, wie Tierfreunde Haus- und Wildtieren während heißer Tage helfen können.

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