Unser Jahresrückblick: Das war 2025

Drei Hühner stehen im Schnee.

Der Jahreswechsel ist für uns stets ein guter Anlass, um zurückzublicken und die einprägsamsten und ungewöhnlichsten Fälle Revue passieren zu lassen. Das sorgt in der Regel nicht nur für Aha-Momente, sondern lässt auch Trends in der Heimtierhaltung erkennen und uns für die Zukunft lernen.

 

Die Highlights

Braunbärin 'Luba' im Tierschutzzentrum Weidefeld.

Nachdem wir im Jahr 2024 Abschied von unserer geliebten Braunbärin "Ronja" nehmen mussten, hatten wir wieder Plätze in unserem Bärenrefugium frei und haben schließlich die Übernahme von zwei Braunbären aus der Ukraine zugesagt. Beinahe das ganze Jahr 2025 haben wir die Logistik für die Übernahme von "Luba" und "Myhasyk" vorbereitet und hatten dann beim Grenzübergang trotzdem noch mit ganz erheblichen bürokratischen Herausforderungen zu kämpfen.

Am Ende ist dann aber zum Glück doch noch alles gut gegangen, so dass das Bärenpaar am 5. September nach rund zweitägiger Reise wohlbehalten bei uns einziehen konnte. Seit dem Wintereinbruch im Dezember liegen die Beiden friedlich schlafend in ihrer gemeinsamen Höhle und teilen sich ein Strohbett miteinander ♥

Hündin 'Wilma' im Tierschutzzentrum Weidefeld.

In 2025 haben wir in unser Hunde-Projekt drei neue Hunde übernommen. Unsere Bullmastiff-Mix-Hündin "Wilma" und unseren Collie-Mix "Pumba" haben wir von uns angeschlossenen Tierschutzvereinen übernommen, ein weiteres Tier aus einem Nachlassverfahren.

Wilma und Pumba machen bei ihrer Therapie tolle Fortschritte und haben gute Chancen, dass wir sie schon bald in ein schönes neues Zuhause weitervermitteln können.

Pferdeneuzugänge auf der Koppel im Tierschutzzentrum Weidefeld.

In unserer Großtier-Auffangstation konnten wir drei Pferde sowie fünf Schweine als Neuzugänge verzeichnen. Anfang des Jahres hatten wir die Fuchs-Stute "Soli" und die beiden Ponys "Bobby" und "Derley" aus einem Todesfall übernommen. Doch bereits im Juli musste die bereits 30-jährige Soli von unserer Pferde-Tierärztin erlöst werden, nachdem bei ihr eine Kolik mit Darmverschlingung und ein wahrscheinlich tumoröser Enddarm festgestellt worden war. Bobby und Derley stehen seitdem mit unserer Kaltblut-Stute "Zarina" zusammen, zu denen sich hin und wieder auch die Tarpane hinzugesellen. Eine wirklich bunte Truppe, die zauberhaft anzusehen ist.

Bei den Schweinen haben wir aus einer tierquälerische Privathaltung den Hängebauch-Minipig-Mix "Hamlet" dazubekommen. Zwei weitere Minipigs waren nahe Schleswig auf dem Feld ausgesetzt worden und monatelang herrenlos dort herumgelaufen, bevor der zuständige Tierschutzverein die Tiere einfangen und zu uns bringen konnte. Und im Juli erhielten wir dann noch die beiden Hängebauschweine "Gustav" und "Eberhardt", die von den Behörden aus katastrophaler Haltung beschlagnahmt werden mussten. Sie alle konnten mittlerweile in unserer Schweine-Freianlage in die bestehenden Gruppen integriert werden.

Ein Sugar Glider im Tierschutzzentrum Weidefeld.

Die nicht-heimischen Wildtiere haben uns in diesem Jahr ganz besonders auf Trab gehalten. Bei den Papageien haben wir sieben Neuzugänge aufgenommen, darunter fünf Aras aus einer größeren behördlichen Wegnahme.

Bei den Reptilien haben wir die erste Giftschlange aus einer Zurückweisung an der deutsch-dänischen Grenze erhalten, für unsere kleine Gruppe herpes-positiver Riesenschildkröten konnten wir eine neue Außenanlage mit Gewächshaus fertigstellen. Aus einem Wohnungsbrand haben wir drei Kronenbasilisken und mehrere Frösche gerettet und zur Urlaubszeit erhielten wir wie so oft in dieser zwei Jahreszeit zwei Europäische Skorpione, die Reisende als blinde Passagiere aus dem Mittelmeerraum mit zurückgebracht hatten. Wie in jedem Jahr mussten wir aber auch zahlreiche Land- und Wasserschildkröten, eine Schönnatter, eine Kettennatter, zwei Teppichpythons sowie zuletzt einen jungen Mauergecko aufnehmen.

Unter den exotischen Säugern fanden sich zwei Flughunde, vier Sugar Glider, vier Stachelschweine, ein Savannah-Kater und ein Serval wieder. Damit war die Unterbringung von exotischen Säugetieren bei uns im Tierschutzzentrum Weidefeld so gefragt wie noch nie und stellt uns zunehmend vor neue Herausforderungen und einen steigenden Finanzierungsbedarf, was die vorübergehende oder teils auch dauerhafte Unterbringung dieser Tiere angeht.

Ein Igel in der Igelstation des Tierschutzzentrums Weidefeld.

Heimische Wildtiere werden bei uns wie schon in den Jahren zuvor aus personellen und anderen Gründen auch weiterhin nur wenig aufgenommen. Der Schwerpunkt unserer Arbeit in diesem Bereich liegt vor allem bei den Igeln und den Seevögeln.

Insgesamt haben wir 90 Igel, ganz überwiegend Intensivpatienten, 19 Hasen und Kaninchen, 49 Seevögel, vor allem Schwäne, Gänse, Enten und Möwen, 11 andere Vogelarten sowie 11 Greifvögel und Eulen bei uns aufgenommen, versorgt und zu einem Großteil auch wieder ausgewildert.

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