In den vergangenen Monaten hat sich viel getan bei unseren Weidefelder Waschbären. Unsere Gruppe hat mit Tobi ihr ältestes Mitglied verloren. Der Senior war während der Winterruhe Ende Dezember 2025 friedlich eingeschlafen. Tobi kam 2012 aus München zu uns und war seitdem unangefochtener Chef unter den Kleinbären. Mit seinen 13 Jahren hat er ein recht staatliches Alter für einen Waschbär erreicht. Dennoch wird Tobi unseren Tierpfleger*innen sehr fehlen.
Lange ruhig blieb es aber nicht. Bereits im vergangenen Jahr erweiterten wir unsere Waschbären-Anlage um einen Anbau. Dieser Anbau wurde das vorläufige Zuhause unseres Waschbären-Trios Justus, Peter und Bob, benannt nach den Hauptfiguren der drei Fragezeichen. In ihrer neuen Anlage hat jeder der drei Bären eine eigene Hütte, auch wenn sie meistens lieber alle zusammen in einer schlafen. Und damit ihnen nicht langweilig wird, hat eine unserer Auszubildenen ein spannendes Beschäftigungs-Spielzeug gebaut. Aus zusammengeschraubten Rohren müssen die neugierigen Tiere mit ihren geschickten kleinen Händchen die Essenshappen heraus angeln. Um es später leichter reinigen zu können, hat unsere Tierpflegerin es extra so gebaut, dass man die einzelnen Rohrteile auch auseinandernehmen kann. Leider haben das aber auch unsere Waschbären direkt verstanden und schon das ein oder andere Teil akribisch auseinander gefummelt. Natürlich ohne sie anschließend zu reinigen. Von wegen Waschbär!
In diesem Monat wurde es dann nochmal richtig turbulent in unserer Anlage. Nachdem Justus, Peter und Bob nun genügend Zeit gehabt hatten, sich in ihrem Anbau einzugewöhnen und die benachbarten Bären in der Hauptanlage ausgiebig durch das Gitter zu beschnüffeln und kennenzulernen, wurde nun endlich die Verbindungstür zwischen beiden Gehegen geöffnet und unsere zwei Gruppen miteinander vergesellschaftet. Während die alt eingesessene Gruppe um Mia, Ronja & Co. sofort neugierig das neue Areal erkundete, war die Dreiergruppe zunächst noch etwas vorsichtig und skeptisch. Doch schon bald siegte auch bei ihnen der Erkundungsdrang. Mittlerweile haben sich alle acht Bären gut aneinander gewöhnt und halten nun gemeinsam die Tierpfleger*innen auf Trab.


